1UP in History

74. Jahresausstellung des St. Pöltner Künstlerbundes und Verleihung des Adolf Peschek-Preises 2020

Corona – Kunst:WERK, St. Pölten

Mit: Hermann F. Fischl, Ernest A. Kienzl, Herbert Kraus, Beatrix Mapalagama, Martin Nimmervoll (Gast), Linda Partaj, Brigitte Saugstad, Kurt Schönthaler, Margareta Weichhart-Antony

Ende & Anfang:
Freitag, 10. Juli 2020, 20 Uhr

Die alljährliche Gruppenausstellung der Galerie GrenzART beschäftigt sich mit der Endlichkeit und mit Neubeginn. Das Streben nach Unendlichkeit, nach unendlicher Ressourcenverfügbarkeit, oder aber die Chance, immer wieder neu beginnen zu können? Ein religiöses Thema oder die Beschreibung einer Stop-Reset Gesellschaft? Und ziemlich ungebeten hat Corona unser Ausstellungsthema ganz erheblich erweitert…

Einige Überlegungen zu den Arbeiten von Martin Nimmervoll und Katharina Stiglitz

von Andrea Hubin

Spuren sind Protokolle einer Berührung. Sie sind Zeichen, die keine eigentliche Existenzform im virtuellen Raum haben. Also anders als beispielsweise Buchstaben, die als Zeichen funktionieren, egal auf welchem Papier, egal in welcher Schrifttype, oder ob sie überhaupt gedruckt sind, kommen Spuren nicht ohne das konkrete Material aus, in das sie sich eingeprägt haben, oder eingeprägt wurden. Denn Spuren kommen nicht (von) allein: Dort in dem Material wären sie nicht, wenn nicht ein anderer Körper sie „mit Nachdruck“ hinterlassen hätte.